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Kinder für eine Welt

Projektbild Kinder stehen um einen Globus

Kinder verfügen über einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn; sie wollen ohne Gewalt aufwachsen und sind gerne bereit, sich für Schwächere einzusetzen. Gleichzeitig sind sie offen und neugierig, interessieren sich für das Fremde, Andere, ihnen Unbekannte. Mit dem Modellprojekt "Kinder für eine Welt - Erziehung zur Toleranz" verwirklicht die Käpt´n Browser gGmbH in ihren Einrichtungen ein Lernen zwischen den unterschiedlichen Kulturen.Für die pädagogische Arbeit in den Kindertagesstätten bedeutet dies, alle Kinder und ihre Familien in ihrem jeweiligen kulturellen Selbstverständnis zu akzeptieren. Eine integrative Erziehung, die gemeinsame Förderung von Kindern mit und ohne Behinderungen, kann darüber hinaus als wichtiges Element der frühkindlichen Heranführung an Grundwerte wie gegenseitige Achtung, Respekt und Toleranz dienen. Kinder erfahren von Beginn an durch den Besuch von integrativen Gruppen das solidarische Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen-  und Eltern begreifen die Vielfalt in Kindertagesstätten als Chance und nicht als Belastung.


Die Medien üben eine große Faszination auf Kinder aus. Sie werden im Rahmen des Modellprojektes konsequent als methodisches Instrument genutzt, um Vorurteile abzubauen und gemeinsame, verbindende Aktivitäten zwischen Kindern unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Entwicklungsständen zu initiieren. Dabei wird nicht der passive Medienkonsum verstärkt, sondern vielmehr die aktive Auseinandersetzung und kreative Anwendung gefördert. Die Kinder drücken mit Hilfe der Medien ihre eigenen Träume und Gefühle aus und erfahren darin ihre Selbstwirksamkeit.

Junge baut großes Brandenburger Tor aus HolzKinderköpfe von oben über Globus
 
Logo der KITA SonnenscheinDie Kita Sonnenschein befindet sich in Berlin-Tiergarten, einem Sozialraum mit einem hohen Ausländeranteil. In der Einrichtung werden 110 Kinder aus über 25 Herkunftsländern betreut. Der Projektansatz zielt darauf ab, interkulturelle Erziehung und Bildung mit medienpädagogischen Methoden zu verbinden.
Die Kinder in den Elementar- und Vorschulgruppen entwickeln, unterstützt von den Erzieher(inne)n und den Eltern, mit Hilfe von traditionellen und modernen Medien einen Atlas für ihre Kita, in dem die verschiedenartige Geschichte und Kultur der Herkunftsländer in Form von Bildern, Fotos, Trickfilmen und Hörspielen abgebildet werden soll. Durch die gemeinsame Projektarbeit wächst frühzeitig das Verständnis für andere Kulturen.
Der multimediale Atlas steht allen Eltern und interessierten Besuchern der Kita offen und wird in digitaler Form (CD/DVD) aufbereitet. Er ist eingebettet in andere Aktivitäten, die inter-kulturelles Verständnis fördern können, dazu gehören u. a. thematische Länderwochen, Besuche in Ausländerzentren, Botschaften, Religionshäusern, internationalen Begegnungsstätten und Weltläden.

lachende Kinder in Folklorekleidung Kindergruppe vor Berliner Neptunbrunnen

Mit der Entwicklung des multimedialen Atlasses werden eine Reihe von Zielen verfolgt:

  • Kennen lernen verschiedener Sitten und Gebräuche
  • Fördern des Verständnisses unterschiedlicher Perspektiven
  • Ausbildung kultureller und geschichtlicher Identitäten
  • Erziehung zum Respekt vor Menschen anderer Herkunft
  • Abbau von Vorurteilen durch gemeinsames interkulturelles und interreligiöses Lernen



Logo der IntegrationskitaDie Integrationskita befindet sich im Berliner Stadtbezirk Treptow-Köpenick, hier werden Kinder mit und ohne Behinderungen in acht Integrationsgruppen gemeinsam betreut und gefördert. Im Rahmen des Projektes werden die Kinder an die gebärdenunterstützte Kommunikation (GUK) spielerisch herangeführt.
Das Sprechen wird dabei nicht ersetzt, sondern mit Gebärden unterstützt. Die Gebärden werden mit Bild- und Wortkarten begleitet. Hier ergibt sich die Möglichkeit auf verschiedenen Ebenen zu lernen. Die Kinder erleben, dass es unterschiedliche Wege gibt, sich verständlich zu machen - durch Gebärden, Mimik und Sprache. Im Rahmen des Projektes werden GUK-Bilderbücher, Gebärdenrätsel, Reime, Lieder und Dokumentationen erarbeitet.
KinderzeichnungDer Ansatz, den Kindern die Vielschichtigkeit von menschlicher Kommunikation anschaulich zu machen, stellt eine Form der Erziehung zur Toleranz dar, ist eine Möglichkeit der Wertschätzung des Andersartigen. Durch diese integrative soziale Kommunikation sollen frühzeitig das Verständnis für- einander entwickelt und Ausgrenzungen sowie Gewalt verhindert werden.

4 kostümierte Kinderkleiner Junge malt mit Pinsel

Im Einzelnen werden die folgenden Ziele angegangen:

  • soziale Integration
  • partnerschaftliches und solidarisches Miteinander
  • Erziehung zur Toleranz
  • Anerkennung der Gleichwertigkeit aller Menschen

Logo BMFSFJ  Logo Vielfalt tut gut

Gefördert im Rahmen des Programms "VIELFALT TUT GUT, Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie"

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