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Medien machen mobil

Logo "Medien Machen Mobil!Kinder in Spielraum vor Laptop

Kinder blicken auf ihre ganz eigene Weise in die Welt. Voller Neugierde und unbekümmertem Entdeckerdrang sammeln sie neue Erfahrungen. Sie sind des Staunens noch nicht müde. Und es kommt ihnen nicht in den Sinn, ohne Freude zu lernen! Mit dieser Begeisterung sind sie den kleinen und großen Rätseln in ihrer Umwelt auf der Spur. Auf ihren Erkundungstouren in den Kiez und in die Natur spielen, toben und turnen die Kinder gerne. Dabei entwickeln sie ihre motorischen Fähigkeiten weiter. Wem käme es da in den Sinn, die Förderung von kindlicher Bewegung mit dem Einsatz von neuen Medien wie Digital- und Videokamera zu verbinden? Die Käpt´n Browser gGmbH widmete sich mit dem Bundesmodellprojekt „Medien machen mobil“ diesem Ziel. Damit setzte sie den pädagogischen Ansatz von "Medien machen macht schlank" fort. Das Projekt wurde wieder vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Programms „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ gefördert. Fünf Kindertagesstätten in Berlin und Cotta (Sachsen) machen auf fantasievolle Weise erfahrbar, dass Medien und Bewegungserziehung einander sinnvoll ergänzen können. Kinder, Erzieher/innen und Eltern initiierten in den Themenfeldern „Natur und Umwelt“, "Wahrnehmung und andere Perspektiven" sowie „Körpererfahrungen“ Projekte, bei denen Medien wie Digital- und Videokamera, Aufnahmegeräte, Ton- und Bildbearbeitungssoftware sowie Computer und Internet Anlass und Motivation zur Bewegungsförderung darstellten.

 

Schatten der fotografiertDas thematische und methodische Spektrum war breit angelegt. In der Kita Eichkater begaben sich die Kinder auf die "Spur der Steine", malten ihre Sammlungen drollig an, bastelten daraus trickreiche Kulissen und drehten einen kleinen Film. Sand, Steinen und Mineralien widmete sich das Vorhaben "Das Salz unserer Erde" in der Kita Schneckenhaus. Im Rahmen von Fotosafaris erkundeten die Kinder die Bedeutung von Steinen für das menschliche Leben. Im sächsischen Cotta waren die Kinder im beliebten Spielwald unterwegs, beobachteten, fotografierten und malten Bäume, Pflanzen und Tiere genau. Sie gestalteten aus ihren Eindrücken und Materialien Bestimmungstafeln, die Besuchern die Flora und Fauna des Spielwaldes anschaulich nahebringen.


In der Integrationskita "Hand in Hand" entstanden auf einer Bewegungsbaustelle Fotoserien zum Kriechen, Tragen, Klettern und Springen. Hier konnten Kinder mit und ohne Behinderungen zudem in den Vorhaben "Was sieht die Geiß?" und "Grottenolm" gemeinsam nachempfinden, was es heißt, die Umwelt aus einer eingeschränkten Perspektive wahrzunehmen. Über eine Videokamera, die auf ein Rollbrett montiert war, bewegten sie sich durch ihre KITA, schauten unter dem Schreibtisch der Leiterin vorbei, probierten sich im Turnraum aus und kullerten in die Holzwerkstatt.


2 warm vermummte Mädchen mit GPS im SchneeIn der Kita Rüsselbande unternahmen die Kinder mit Hilfe eines GPS-Empfängers eine Schatzsuche im Kiez und in der Natur. Dieses Geocaching war technisch sehr anspruchsvoll, wurde von den Kindern aber erstaunlich gut bewältigt. Mit großer Selbstverständlichkeit orientierten sie sich anhand der Richtungspfeile im Gelände und konnten alle Verstecke gut entdecken. Beim Geocaching im Kiez wurden einzelne Stationen wie der Zeitungsladen, die Apotheke und die Bibliothek in die Schatzsuche einbezogen. Die Stationen waren immer mit kleinen Aufgaben und weiterführenden Foto-Hinweisen verbunden. Dank des liebenswürdigen Engagements der Zeitungsverkäuferin, der Apothekerin und der Bibliothekarin konnten die Kinder viel Aufschlussreiches über das unmittelbare Umfeld ihrer Kita erfahren. Geocaching eignet sich bei guter Vorbereitung und aufmerksamer Unterstützung durch die Erzieher ausgezeichnet für den Einsatz in der KITA.

Kind schiebt Kamera auf RollbrettZu den einzelnen Projekten wurden von den Erzieher/inne/n vor Ort Tagebücher geführt – in ihnen ist detailliert festgehalten, wie die Vorhaben vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet wurden. Diese Tagebücher halfen nicht nur bei der Strukturierung der Projekte, sondern auch im Nachgang bei der Aufbereitung der Informationen. Die entstandenen Materialien wie Filme, Audioimpressionen, Bilder- und Fotobücher sowie pädagogische Beobachtungen werden auf der Webseite der Käpt´n Browser gGmbH nach und nach veröffentlicht. Sie stehen damit bundesweit für alle interessierten Kolleg/inn/en zur Verfügung. Wir möchten damit Anregungen für die fachliche Praxis in Kindertagesstätten vermitteln. Parallel ist zu dem Modellprojekt eine Broschüre "Medien machen mobil" erschienen, in der zahlreiche anschauliche Tipps und Empfehlungen zur Verknüpfung von Bewegungserziehung und Medienarbeit enthalten sind. Die Broschüre kann kostenlos bei uns bezogen werden.

Was hat uns, die Erzieher/innen und Medienpädagog/inn/en, im Rahmen des Modellprojektes am meisten begeistert? Die Begeisterung der Kinder! Wir waren immer wieder verblüfft von ihrer Konzentrationsfähigkeit, Geduld und ihrem großen Enthusiasmus. Das schreiben wir auch dem Einsatz von Medien zu. Sinnliche und virtuelle Erfahrung stehen nicht in einem unversöhnlichen Gegensatz zueinander, sie ergänzen sich und fließen in der kindlichen Begeisterung zusammen. Somit können Medien den Kindern dabei helfen, ihre eigene Welt aktiv zu erkunden und besser zu verstehen.

Mehr über die einzelnen Projekte in den Kitas können Sie durch Anklicken der Titel in der Menueleiste links erfahren.


"Medien machen mobil!" gibt’s jetzt als Broschüre!

Titelseite Medien machen mobil

Ein Computerstrichmännchen-Trickfilm als Motorik-Animation, der die Kinder zu immer neuen Bewegungsexperimenten anregt und ganz nebenbei den Körperwortschatz erweitert? Medien, die bewegen – gibt’s das überhaupt?

Wer schon immer wissen wollte, wie sich die Begeisterung der Kinder für moderne Medien wie Digitalfotografie, Video, Computer und Internet für gesundheits- und bewegungsfördernde, alle Sinne anregende Aktivitäten in der Natur und in der Stadt "mobilisieren" lässt, dem sei die Begleitpublikation zum vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Nationalen Aktionsplans "IN FORM" geförderten Modellprojekt "Medien machen mobil" wärmstens ans Herz gelegt.

Auf 16 Seiten präsentiert die Publikation in farbenfroher Aufmachung einen bunten Strauß an inspirierenden Projektaktivitäten – ob bei einer Videoentdeckungsreise "Auf der Spur der Steine", bei einer virtuell-realen Schatzsuche mit Navigationsgerät oder einer Fotosafari in einem Spielwald – lassen Sie sich von der Begeisterung der Kinder an Bewegung und Medien anstecken. Neben vielen anschaulichen, leicht nachvollziehbaren Praxistipps zur Projektgestaltung und -durchführung zeigt die Broschüre vor allem eins: Alte und neue Medien gehören heute zur Lebenswelt der Kinder ganz automatisch dazu und können viele Projekte, Themen und Aktivitäten in der KITA um neue Facetten bereichern. Seien Sie dabei, wenn es heißt: "Medien machen mobil!"

Die Broschüre können Sie kostenfrei bestellen bei:

Thomas Schnaak
Fon (030) 97 99 13-146
t.schnaak@kaeptnbrowser.de


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