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Körpererfahrung mit Pivot

Warum kann ich laufen?- Körpererfahrung mit Pivot

 Bewegungsabläufe und Motorik aktiv und medial kennenlernen

Mit der Freeware „Pivot“ wurden die Kinder in der Berliner Kita Schneckenhaus zu Regisseuren über Strichmännchen und konnten eigene kleine Filme erstellen. Zwar sind die Hauptdarsteller nur Strichmännchen oder Strichtierchen, aber die Bewegungsabläufe sehen wie in einem echten Trickfilm aus. Den Strichfiguren kann man selbst das gewünschte Aussehen in Farbe oder Form zuweisen und auch der Hintergrund kann individuell festgelegt werden. Anschließend wird wie beim Daumenkino oder Zeichentrick Bild für Bild erstellt - so entsteht ein kurzer Film über Bewegung.


Da hier jede Einzelbewegung auf das Strichmännchen übertragen wird, kann ein Kind diese Bewegung vormachen und die/ der Erzieher/in überlegt gemeinsam mit allen Kindern, wie diese Bewegungen vom Impuls im Gehirn („Ich hebe jetzt meinen Arm.“) bis hin zur Ausführung ablaufen. Welches Körperteil wird zuerst bewegt? Die Schulter, die Hand oder der Ellenbogen? Bei diesen Bewegungsvorgängen lernen die Kinder sowohl die Körperteile, deren Verbindungen als auch ihre Bezeichnungen kennen. Dies mobilisiert die Sprachfähigkeit und die Wortschatzbildung. Unter Zuhilfenahme einer Holzgliederpuppe, wie sie von Künstlern für das Zeichnen von Figuren verwendet wird, kann der Bewegungsablauf zusätzlich anschaulich gemacht werden.


Da Kinder im Vorschulalter noch nicht in der Lage sind, den komplexen Herstellungsvorgang eines Videofilms zu erfassen, bietet diese minimierte Form der Trickfilmproduktion einen altersgemäßen Ansatz für einen „bewegten Film“, den sie selber maßgeblich gestalten können. „Pivot“ bietet ihnen die Möglichkeit, selber ausgedachte Bewegungsabläufe in einfache Figuren zu übertragen und diese zu animieren. Auch die Arbeitsschritte am Computer können die Kinder selbstständig durchführen, da die Figuren in Pivot nur punktgenau mit einer Maustaste bewegt werden müssen.


Die Hilfestellung durch die Erzieher/in ist hier begleitend gedacht. Am Schluss können die Kinder sowohl die Bewegung motorisch ausführen, sprachlich benennen und sind für die Bewegungsabläufe ihres Körpers sensibilisiert worden. Auf diese Weise können verschiedene Bewegungen (Gehen, Laufen, Bücken, Heben, Kriechen) im Rahmen des Projektes „Warum kann ich laufen?“ sowohl motorisch als auch medial ausprobiert und veranschaulicht werden.


Da die Strichmännchen „alles mitmachen“, kann man auch einmal unmögliche Bewegungen gestalten und diese umgekehrt wiederum real ausprobieren. Der Einsatz der Software Pivot schafft Anschaulichkeit, fördert die Motivation und bietet als Ergebnis ein Medienprodukt, dass die Kinder auch anderen vorführen können.


Der Einsatz einer Software, die nicht für Kinder im Vorschulalter entwickelt wurde, erfordert von den Kindern ein ungewohntes Maß an Konzentration, Geduld und Fingerfertigkeit bei der Handhabung der Mouse. Dazu waren alle Kinder der extra klein gewählten Gruppe in der Lage, wobei die konzentrierten Zeitspannen und der Inhalt einfach und kurz gehalten wurden. Die Bewegung und das Basteln lockerten die konzentrierte Computernutzungsphasen auf und ergänzten die Software anschaulich.

Letztendlich bot das Kennenlernen von „pivot“ in Kombination mit Bewegung und anderen Aktivitäten vielfältige pädagogische Möglichkeiten, die dieses Teilprojekt von „Medien machen mobil“ durch die Methodenvielfalt bereicherten.

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Erzieherin und Kinder machen Bewegungen nach Erzieherin und Kinder sehen auf Laptop Erzieherin und Kinder sehen auf Laptop

Kinder sehen auf Laptop Kinder schneiden aus großen Papierbögen aus Kinder halten Pfeifenputzermännchen auf Monitor

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