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15.05.2024 | Michelle Wegner und Julia Reiff

Kulturelles Leben – Identität, Herkunft und Zusammenhalt als pädagogische Praxis

In der KITA Sonnenschein sind Kinderrechte nicht nur ein Lippen-bekenntnis, sondern ein fester Bestandteil der pädagogischen Praxis. Hier steht das Wohlbefinden der Kinder im Mittelpunkt, ihre
Mitbestimmung wird gefördert und sie erleben sich als wirksame
Akteure: Ihre Entscheidungen werden respektiert und ernst genommen. Um dies zu gewährleisten, werden gezielt Strukturen geschaffen, die Beteiligung ermöglichen und die Kinder aktiv in Entscheidungsprozesse einbinden.

Zum Weltkindertag am 20. September 2024 initiierte die Kita ein besonderes Projekt zu Kinderrechten und internationalen Familienstrukturen. Über einen Monat hinweg setzten sich die Kinder im Elementarbereich Ü3 intensiv mit Themen wie kulturellem Leben, Identität, Herkunft und Zusammenhalt in einer vielfältigen Gemeinschaft auseinander. Die aktuelle Weltlage, die viele Familien unserer Kinder betrifft, insbesondere jene mit internationalen Familienbezügen, macht dieses Projekt besonders bedeutsam. Ziel war es, den Kindern einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie sich mit ihrer Identität und den kulturellen Wurzeln ihrer Familien auseinandersetzen konnten – frei von Belastung und Ängsten.

Ein pädagogischer Schwerpunkt lag auf der Vermittlung von Kinderrechten als universelle Grundlage für ein respektvolles und friedliches Miteinander. Fragen wie „Wo komme ich her?“, „Welche Kontinente gibt es?“ und „Welche Sprachen sprechen wir?“ wurden altersentsprechend bearbeitet. Die Kinder malten ihre eigenen Flaggen und tauschten sich über ihre familiären Wurzeln aus. Ein gemeinsames Plakat zum Weltkindertag, das im Laufe des Projekts mit Hand- und Fußabdrücken der Kinder gestaltet wurde, symbolisierte Vielfalt und Zusammengehörigkeit.